Creative Commons @ re:publica’08

Die Förderung von Creative Commons Lizenzen ist uns ein Herzensanliegen, nicht zuletzt dadurch, weil wir bei newthinking communications die Öffentlichkeitsarbeit für Deutschland betreuen. Dies spiegelt sich nicht nur im Programm der re:publica’08 wieder. Eine Diskussion und zwei Workshops widmen sich explizit dazu und in vielen anderen Einzelversanstaltungen werden sie sicherlich eine Rolle spielen.

Im Rahmen der Video-Subkonferenz wird es am Freitag zwischen 16:30h - 18 Uhr eine Diskussion zum Thema “Creative Commons - Tools for the Remix-Generation” geben.

Creative Commons (cc) erlaubt Kreativen und Nutzern eine flexible Handhabung ihrer Rechte. Anfangs oft als „Info-Kommunismus“ missverstanden, hat sich cc nach fünf Jahren Laufzeit etabliert. Geschätzt soll es über 200 Millionen alternativ lizenzierte Inhalte geben, cc gilt in 43 Ländern weltweit. Zeit das Phänomen zu beleuchten. Wer wendet cc eigentlich an? Ist es nur ein Baukasten-Lizenzsystem für Kreativ-Dilettanten? Oder nutzen es auch Vertreter der klassischen Medien/Kunstwelt? Sind freie Inhalte eine Grundbedingung, damit mündige Netzbürger ihren digitalen Alltag leben können?

Auf dem Podium werden John Weitzmann (CC-Deutschland), Mario Sixtus (Elektrischer Reporter), Jürgen Werwinski (NDR-Programmchef) und Nicole Ebber (Zeitgeisty.cc), moderiert durch Meike Richter über ihre Erfahrungen in der Anwendung diskutieren und verschiedene Facetten beleuchten.

Einen Einführungs-Workshop wird Nicole Ebber am Donnerstag um 14 Uhr im Blauen Saal geben: Wie wir teilen: Der Creative Commons Workshop.

Teilen ist eigentlich ein einfaches und uraltes Prinzip, das lange Zeit nach festen Regeln funktioniert hat. Durch die Digitalisierung unserer Gesellschaft und die veränderten (rechtlichen) Rahmenbedingungen ist Teilen heute allerdings bei Weitem nicht mehr so einfach, wie es früher einmal war. Über das Internet werden immer mehr Inhalte wie Fotos, Musik oder Texte digital verfügbar, bleiben aber oftmals unentdeckt, ungenutzt und ungeteilt. Viele kulturelle Güter sind nur einem begrenzten Publikum vorbehalten, weil die Vorzüge des Teilens sowie die rechtlichen Möglichkeiten weder UrheberInnen noch NutzerInnen wirklich bewusst sind.

Creative Commons Lizenzen setzen dem bekannten, restriktiven ‚all rights reserved’ ein ‚some rights reserved’ entgegen und bauen stattdessen auf einen freien Umgang mit kreativen Inhalten. Mit Blick auf diese innovative Art zu teilen stellt der Workshop CC-Lizenzen mitsamt ihren Vor- und Nachteilen vor. Anhand praktischer Beispiele werden Anwendungsmöglichkeiten demonstriert und aktuelle Entwicklungen aus dem Hause CC erörtert.

Rund um das Thema Geschäftsmodelle mit Offenheit (und Creative Commons) dreht sich ein Workshop mit Diskussion am Donnerstag um 19 Uhr: Open Business: Do you get what you give?, den Elisabeth Nesheim moderiert.

An invitation to discuss the future of open business models, looking at current tendencies within the area of film, literature, music and software. Where transparency, sharing and peer-production is the base of a company’s business strategy.

Wir freuen uns natürlich, wenn alle Teilnehmer der re.publica’08 ihre Bilder, Videos und Texte unter einer Creative Commons Lizenz miteinander teilen. Wie das Funktioniert, kann sowohl auf den deutsch- als auch den englischsprachigen Seiten von Creative Commons erforscht werden.

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