Diskussion: Identität im Netz - Identity 2.0

Die Fragestellungen rund um “Identität im Netz” wird eine der spannendsten Debatten der nächsten Jahre werden. Diese wollen wir auch auf der re:publica führen und haben uns zwei Referenten eingeladen, die sich damit in verschiedenen Zusammenhängen beschäftigen:

Ralf Bendrath ist Politikwissenschaftler und wissenschaftlicher Mitarbeiter im Sonderforschungsbereich “Staatlichkeit im Wandel” an der Universität Bremen. Er bloggt regelmässig auf netzpolitik.org über Datenschutz-Themen mit und hat den sozialwissenschaftlichen Blick auf die Debatte. Stephan Baumann studierte über Informatik und promovierte zum Thema Musikempfehlungssysteme. Zur Zeit leitet er das Kompetenzzentrum Computational Culture am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz in Kaiserslautern. Im Mittelpunkt seiner aktuellen Forschung steht das Wechselspiel von Technologie und den einhergehenden soziokulturellen Prozessen. Daher ist er für die technischen Zusammenhänge auf dem Podium. Und hier ist der Ankündigungstext:

“Wenn Web 1.0 die Vernetzung von Dokumenten war, dann ist Web 2.0 die Vernetzung von Personen. Doch wer sind diese Personen im Netz? Welche Beduetung haben dabei Identität und Identifikation? Im Gefolge des Web 2.0 breiten sich “Identity 2.0″-Anwendungen immer mehr aus - seien es Mikroformate wie hCard oder FOAF, Authentifizierungs-Infrastrukturen wie OpenID, XDI oder CardSpace, oder Reputations-Dienste wie Reputation Defender oder ClaimID.

Wird man auch in Zukunft noch pseudonyme Online-Rollen spielen können, oder wird alles, was man im Netz macht, immer auf die reale Person hinter dem Computer zurückgebunden werden? Beginnt hier die Demokratisierung des Großen Bruders, oder ist das Web 2.0 eine User-generierte Ãœberwachungs-Infrastruktur der großen Service-Provider? Wie ist das Verhältnis von individueller Netz-Identität, sozialem Kontext in Peer-Groups und dem Rest der Welt? Was ist daran eigentlich so neu? Wie funktioniert Identität außerhalb des Netzes? Und welche Rolle spielt dabei eigentlich der Staat? Diese und andere Fragen sollen hier aus der Sicht von Informatik und Sozialwissenschaft anhand von praktischen Beispielen und theoretischen Ãœberlegungen diskutiert werden. Eine anonyme Teilnahme wird (noch?) möglich sein.”

Moderiert wird die Diskussion von Andreas Schepers. Stattfinden wird sie am Mittwoch, den 11. April, zwischen 19:30 und 21:00 Uhr im grossen Saal. Ich freue mich.

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Comments

Ui! Gibts das für Kölnerinnen auch als Video- oder Adiodatei? Schaffe es leider nicht, morgen nach Berlin zu fliegen!

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